14.12.2017

Zwischen Plantafel und Produktionsanlage - Betriebspraktikum im Rahmen der Produktionsplanung


Für ein paar Tage schlüpfte unser Azubi in Blaumann und Arbeitskleidung.

Eigentlich arbeitet Jan Dederichs in der Verwaltung am Stammsitz der Firmengruppe.

"Im Zuge des Ausbildungsabschnittes Logistik und Produktionsplanung wurde mir die Möglichkeit geboten ein internes Betriebspraktikum, in den Bereichen  Metallseifen und Veresterung, zu machen.

Mithilfe dieses Praktikums wollte ich die Zusammenhänge zwischen der Planung im Büro und den im Betrieb durchgeführten Arbeitsschritten besser verstehen können. Ebenso konnte ich dadurch auch einige Kollegen aus der Produktion kennenlernen, die man vorher nur vom Telefon kannte.

Innerhalb der drei Tage war ich zwei Tage in der Metallseife und einen Tag in der Veresterung.

Während  meiner zwei Tage in der Metallseife wurde probiert mir möglichst viel im Bereich der Metallseifen zu zeigen und diese auch in der Fahrweise erklärt zu bekommen. Natürlich konnte mir in dieser Zeit nicht jede Anlage im Detail gezeigt werden, trotzdem konnte ich wichtige Erkenntnisse erlangen und Zusammenhänge herstellen. Zuvor in der Planung und im Einkauf bereits gelernte Inhalte konnte ich nun in der Praxis direkt beobachten (z.B. in welcher Anlage welcher Rohstoff benötigt wird oder auf welches Silo  gefahren werden muss, um die Kundenaufträge im gewünschten Gebinde bedienen zu können). Außerdem waren auch einige neue Sachen dabei, z.B. wann bzw. wie oft wird von einer Charge eine Probe gezogen und hoch ins Labor gebracht.

An meinem letzten Tag in der Produktion war ich im Bereich der Veresterung und Siederei, dort wurde mir ähnlich, wie im Bereich der Metallseifen, probiert so viele verschiedene Einblicke wie möglich zu geben. Den ersten Teil des Tages verbrachte ich in den Anlagen VE2, VE3 und VE4.  Als erstes machten wir dazu morgens einen Rundgang, dabei wurde sich über den Zustand der jeweiligen Anlage nach dem Schichtwechsel informiert. Während des Rundgangs konnte mir der Weg des Produktes durch die Anlagen erklärt werden (wo das Produkt reagiert, gekühlt wird und wo die Proben gezogen werden etc.). Danach ging ich in die Siederei und bekam noch eine Einführung in die Konti und VTT, genau wie bei den Kollegen zuvor wurde mir auch probiert so viel Input wie möglich in der kurzen Zeit zu geben. Wieder gingen wir dafür durch die Anlagen und mir wurde Schritt für Schritt erklärt wie alles abläuft.

Zum Abschluss des Tages bekam ich dann noch mal eine kleine Exkursion in den Chemieunterricht und durfte mich am titrieren versuchen, um die Säurezahl des jeweiligen Produkts zu bestimmen.

Abschließend kann man sagen, dass sich die Einblicke in die Produktion gelohnt haben. Durch diese Möglichkeit konnte man nochmal besser nachvollziehen, was passiert wenn man im Büro die Produktion plant und dies dann im Betrieb umgesetzt wird. Natürlich möchte ich mich auch noch bei den Kollegen für die Einblicke in Ihren Arbeitsalltag bedanken und erwähnen, dass dadurch auch das Verständnis für mögliche Probleme im Produktionsablauf gewachsen ist und das wird zukünftig die Arbeit bestimmt positiv beeinflussen."

Text: Jan Dederichs